Der Pariser Platz im Kalten Krieg
Maueröffnung Ende 1989

Pariser Platz und Brandenburger Tor

Der Pariser Platz war im Kalten Krieg vielleicht noch mehr bekannt als der Potsdamer Platz, obwohl es ihn auch gar nicht mehr gab. Aber das Brandenburger Tor stand nämlich weiterhin an seinem Platz - allerdings im Sperrgebiet der Berliner Mauer. Dort beeindruckte es die Touristen aus der zweigeteilten Welt. In Ost-Berlin stand man dann an der Absperrung vor dem leeren (Schusszone) Pariser Platz und schaute in Richtung Goldener Westen. In West-Berlin stand man auf Podesten und spähte hinter den Eisernen Vorhang.

Nach der Wende: Tag der Deutschen Einheit

Abgesehen von der Unterbrechung im Kalten Krieg war und ist der Pariser Platz einer der schönsten Plätze Berlins. Von dort aus ist alles in Berlin Mitte bequem zu erreichen. Der Prachtboulevard Unter den Linden stießt auf den Platz und der Tiergarten fängt hinter dem Brandenburger Tor an. Der Potsdamer Platz, das Reichstagsgebäude (Bundestag) und das Kanzleramt sind nur Gehminuten entfernt. Vor, durch und hinter dem majestätischen Brandenburger Tor gab's stets Paraden: von preußischen Königen und Napoleon, von deutschen Kaisern und Revolutionären. Von den Nazis und den Siegermächten. Nach der Wende dann nochmals von den Amis an einem Tag der Deutschen Einheit (links).

Wiedereröffnung der US-Botschaft 2008

Einst berüchtigt für den Fackelzug von uniformierten Nazis (SA) nach Hitlers Machtergreifung, geht es nun rund ums Brandenburger Tor ziemlich friedlich zu. Mit Volksfesten und der Fanmeile bei entsprechenden Anlässen. Links das wiedererbaute Hotel Adlon und das Fest zur Eröffnung der neuen US-Botschaft. Letztere hatte dort schon einmal unter den Nazis ihren Sitz. Aber nur kurz, dann kamen Weltkrieg und Eiserner Vorhang. Die Anwesenheit der Amis auf einem alten Gebiet der Berliner Mauer ist symbolträchtig, denn ohne sie hätte West-Berlin (und die BRD) niemals den Kalten Krieg überlebt. Auch bei der Wiedervereinigung waren sie, natürlich neben Gorbatschow, ausschlaggebend.

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